Skifahren ist Kniefahren - Teil 2

Der Phantom - Schischuhmechanismus

Der Phantom Schischuhmechanismus

Der Schifahrer springt und gerät während des Fluges in deutliche Rückenlage. Bei der Landung berühren die Schienden zuerst den Boden. Aufgrund der Rückenlage drückt es den Schifahrer nun mit dem Gesäß Richtung Bindung, reflektorisch wird der Oberschenkel massiv angespannt um den Schwerpunkt nach vorne zu bringen. Dies gelingt aber durch die Kompressionskraft nicht mehr. Da derzeit keine einzige Bindung am Markt so auslöst, dass der Schischuh am Vorfuß freigegeben wird, schiebt es den Unterschenkel gegen das Knie nach vorne, wobei das Knie immer mehr gebeugt wird. Das Kreuzband reißt.

Anbei finden Sie eine Bildserie:

  • Der Fahrer fährt springt von links und gerät in der Landphase in Rückenlage.
  • Die Beine sind gestreckt (gelbe Linie). Beim Bodenkontakt biegt sich der Schi, die Rückenlage drückt das Gesäß in Richtung hinterer Bindungsbacken, das Knie beugt sich.
  • Der Schi ist komplett gelandet, das Knie wird noch mehr gebeugt, aber der Vorfuss kann nicht aus der Bindung- daher entsteht ein Schubvektor nach vorne (blauer Pfeil).
  • Die Spannung des Quadriceps reicht nicht aus um den Schwerpunkt nach vorne zu bringen, schiebt aber dabei den Fuss noch mehr nach vorne (langer blauer Pfeil), das Knie ist maximal gebeugt, komprimiert
  • -> das Kreuzband reißt.

Hier geht's zum:


Teil 1 - Der dynamische Schneepflug

Teil 3 - Der Slip-Catch - Mechanismus