Wie gefährlich sind die olympischen Winterspiele

In fast zwei Wochen ist es wieder so weit. Die 23. Olympischen Winterspiele werden beginnen.

In der Zeit vom 9. – 25. Februar 2018 finden die Olympischen Winterspiele in PyeongChnag statt. Die Veranstalter rechnen mit ca. 3000 aktiven Athleten. Bedenkt man den sportlichen Wert dieser Veranstaltung so unterscheidet sie sich massiv von der normalen Wettkampfbelastung in den diversen Weltcup Disziplinen. Denn, man sammelt keine Punkte oder kann sich einmal etwas zurücknehmen und weniger riskieren umso am Ende erfolgreich zu sein- hier gilt es auf den Punkt alles Verfügbare mit höchstem Einsatz und Risiko abzurufen. Nur das Podium zählt im Auge der Athleten.

Dieser enorme Druck schlägt sich auch in den Zahlen nieder. In den Olympischen Winterspielen in Vancouver 2010 verletzten sich von knapp 2570 Athleten 287, das sind mehr als 11%. In Sochi 2014 starteten knapp 2790 Athleten von denen sich 249 verletzten (14%). Ebenso beobachtete man eine Zunahme der erkrankten Athleten von ca. Sieben auf Neun Prozent. Die Statistik ist auch für die Juniorenolympiade aus Lillehammer 2016 identisch (ca. 10% Verletzungsrate).

Analysiert man die Sportarten in Bezug auf deren Gefährlichkeit so führt an erster Stelle das Big Air Freestyle Springen, gefolgt von Snowboard Slopestyle und Boardercross. Der alpine Schirennlauf kommt erst an siebenter Stelle. Fast 40% aller Verletzungen waren so schwer, dass die Athleten danach nicht mehr trainieren und im Wettkampf weitermachen konnten. 2006 (Olympische Winterspiele in Turin) führte in der Verletzungsstatistik Skeleton vor Snwoboard und Rodeln. Die Zuweisung in ein Krankenhaus lag bei vergleichsweisen niedrigen 3%.

Betrachtet man zB. die Verletzungswahrscheinlichkeit im Eishockey so kann man einen eindeutigen Trend erkennen. Im Vergleich mit dem Weltcup ist die Verletzungswahrscheinlichkeit bei Weltmeisterschaft oder Olympia um mehr als 50% erhöht.

 

Die Olympischen Winterspiele sind etwas ganz Besonderes. Athleten geben und riskieren mehr als im Weltcup. Innerhalb der knapp drei Olympischen Wochen werden sich möglicherweise mehr als 10% aller Athleten verletzen.